London Calling Festival #1 2009

Das London Calling Festival in Amsterdam ist berühmt-berüchtigt für den guten Riecher für neue Musik. Wer hier spielt, dem steht meist eine große Zukunft bevor. Franz Ferdinand, Bloc Party, Patrick Wolf – sie alle traten hier schon auf, lange bevor sie vom Hype-Strudel erfasst und auf die großen Bühnen gebeamt wurden. Im Paradiso, einer ehemaligen Kirche, spielten bei der ersten Edition des Jahres 36 mal mehr, mal weniger bekannte Bands. Wir waren vor Ort und stellen euch einige der diesjährigen Acts vor.

The Temper Trap

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The Temper Trap aus Australien sind vielleicht dem ein oder anderen bereits ein Begriff – immerhin spielten sie bereits auf zahlreichen Festivals und durften kürzlich die Schotten Glasvegas bei ihrem restlos ausverkauften Gig in Köln supporten. Ihre Musik ist atmosphärisch und sticht nicht zuletzt durch die der ganz besonderen Stimme von Sänger Dougy Mandagi hervor. So kürte sie die BBC kürzlich sogar als eine der 15 hoffnungsvollsten Bands für das Jahr 2009.

Marina & The Diamonds

marina

Marina & The Diamonds sind Marina, die im kurzen Glitzerkleid über die Bühne hüpft und The Diamonds, ihre Band. Manchmal ist sie es sogar ganz alleine. Ihre bittersüße Popsongs erzählen von der Liebe oder dem Dschungelbuch und werden stimmgewaltig dargeboten mit Klavierbegleitung und einer Portion schrulligem Charme.

Dananananaykroyd

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Dananananaykroyd, die sechsköpfige Band aus Glasgow, ist ähnlich verrückt wie ihr Bandname: sie haben zwei Schlagzeuger, die gleichzeitig spielen, zwei Sänger, die über die Bühne springen und sich aus vollem Leibe verausgaben. Die Musik ist ähnlich wild und lässt sich in keine Schublade stecken – zu bieder für Screamopunk, zu chaotisch für Indierock. Und zu unspektakulär und roh, um einem nach der schwindelerregenden Live-Party noch großartig in Erinnerung zu bleiben. “Hier fehlt echt nur noch eine Stage Invasion!” dachte man sich beim Anblick der Truppe auf der Hauptbühne des Paradiso – und tatsächlich, beim letzten Song stürmte das Publikum die Bühne und feierte oben weiter.

Noisettes

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Noisettes-Sängerin Shingai Shoniwa hat so einiges, von dem viele träumen: eine perfekte Figur, eine atemberaubende Soul-Stimme, eine ganze Portion Charisma und ordentlich Energie und Beweglichkeit. Auf der Bühne wirkt sie geradezu elegant, graziös und gleichzeitig wild, wie in ihrer Punk-Vergangenheit. Zum zweiten Mal spielten sie und ihre Bandkollegen beim London Calling – um die Menge ein wenig aufzumischen und ihre neue Platte vorzustellen. Das Album “Wild Young Hearts” war durch und durch als Konzeptalbum geplant und steht seit April in den Läden.

Eugene McGuinness

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Wenn einer wahres Herzblut in seine Musik steckt, dann ist es Eugene McGuinness aus Liverpool. “A new star is born” schrieb einst der NME über den jungen Briten mit den wohl sympathischsten Popsongs des Jahres.

Team Waterpolo

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Bei Waterpolo denkt man an Sonne, Wasser und Männer in lustigen Badekappen. Eigentlich in erster Linie an Männer in lustigen Badekappen. Team Waterpolo aus Preston kommen schon ein wenig seltsam daher. Und dann machen sie auch noch flippigen Elektropop á la Late Of The Pier, mit psychedelischer Lichtshow und dem gewissen Etwas, das einen zumindest schmunzeln lässt.

The Backhanded Compliments

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Als Milburn sich Anfang letzten Jahres auflösten, war für Tom und Joe noch lange nicht Schluss. Sie gründeten The Backhanded Compliments und blieben ihrer Linie treu: ihre Musik fängt den Sound aus Sheffield ein und klingt, wie sollte es anders sein, nach Milburn oder den Arctic Monkeys. Wer mehr über die Jungs wissen will: bereits im letzten Monat standen sie uns vor ihrem Konzert in Berlin Rede und Antwort.

The Cinematics

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Für The Cinematics aus Glasgow war es bereits das zweite Mal beim London Calling. Vor genau drei Jahren spielten sie eine kleine Show in der mindestens genauso kleinen Halle – diesmal waren sie Festival-Headliner auf der Hauptbühne. Da durfte auch das neue Material im Gepäck nicht fehlen. Im Interview verrieten sie uns bereits mehr über das kommende Album, von dem sie beim London Calling einige Songs vorstellten.

Frankmusik

frankmusik

Frankmusik ist Vincent Frank, war mal Beatboxer und Modestudent und machte sich durch zahlreiche Remixe und Elektropop-Songs einen Namen in der digitalen Musikwelt. Aber auch real, live und in ganz viel bunter Farbe macht er eine gute Figur. Produziert wurde sein Album übrigens von Stuart Price, der schon als Produzent für Madonna und die Killers arbeitete.

Micachu And The Shapes

micachu

Mica Levi alias Micachu ist 21 Jahre alt und wird mit ihrer Band Micachu And The Shapes heiß als Innovation der Popmusik gehandelt. Selbst Björk ist bekennender Fan von ihrem intelligenten, hausgemachten Lo-Fi-Pop, bei dem auch mal Glühbirnen und Staubsauger zum Einsatz kommen. Innovativ, aber zugegebenermaßen doch recht schräg. Wer die Band einmal live erleben will, Micachu And The Shapes spielen am 13. August im Rahmen der c/o Pop als Support von Patrick Wolf in Köln.

Text: Ines Montani
Fotos: Last.fm (Titel), Amy Brammall (Dananananaykroyd)
Videos: Franziska Reichwein


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  1. katisommer schrieb: Ich bin ein The Noisettes Fan und muss leider darauf warten, dass sie irgendwann in Österreich auftreten. Angeblich machen sie gerade eine Promotionstour für ihre neue SingleCD, Österreich ist aber nicht dabei!

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